Archive for the ‘Marathon’ Category

Es war mein bislang größtes Abenteuer: einmal um die Welt, studieren auf der anderen Erdhalbkugel, weit weg von Freunden und Familie… Es war nicht immer leicht. In Erinnerung bleibt allerdings das Positive – es hat mich verändert, es wird mich für immer prägen… Danke für die Unterstützung und diese einmalige Möglichkeit – Danke für viele neue Freundschaften – Danke für eine unvergessliche Zeit…

Und jetzt? Ich bin unglaublich traurig. Ich bin unglaublich glücklich.

JUST THANKS FOR ALL!

The End

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Beat myself

Posted: October 31, 2010 in Marathon, NZ
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Ja, ich bin seeeehr zufrieden – mit 1 Stunde, 45 Minuten und mickrigen 3 Sekunden reiht sich der adidas Auckland Marathon an Position Eins meiner gelaufenen Halbmarathon. Was mir während der 21 Kilometern so durch den Kopf (oder die Ohren) gegangen ist, gibt es hier nachzulesen…

  • 0 mHalfmarathon Auckland (7:00): Start für 7.500 Halbmarathon-Läufer (die 2.500 Marathon-Läufer sind schon seit 6:10 Uhr unterwegs)
  • 500 m: puuuhhh – da sind aber ganz schön viele Leute unterwegs, fast wie beim Businnesrun in Wien (wer dort schon mal mitgelaufen ist, kennt sich jetzt aus)
  • 2,8 km: erstaunlich viele Fans an der Strecke (kurz nach 7 Uhr!), das Feld lichtet sich etwas
  • 4 km: das wird heute nix – schon drei Minuten hinter meinem Zeitplan
  • 4,8 km: das erste Auto wird gesichtet – so schlimm wie befürchtet ist das mit den nicht gesperrten Straßen aber nicht
  • 5,3 km: Xavier Naidoo (“Was wir alleine nicht schaffen”) gibt ersten Auftrieb – der iPod Shuffle wählt aus meiner speziellen 105-Song-Halbmarathon-Liste aus
  • 7 km: wie schnell die Zeit eigentlich immer vergeht, schon ein Drittel erledigt
  • 7,4 km: ohhh jaaaahhh, noch mehr musikalische Movation von Silver Connection: “Fly Robin Fly” – fast wie “Run Michael Run”
  • 10 km: genau 50 Minuten, das ist Timing – die Zeit wird besser, das motiviert
  • 11,5 km: die Labestation lassen wir aus, wir düsen lieber schnurstracks einen der unzähligen Hügel rauf (mit Freemasons-Remix von “Uninvited”)
  • 13 km: erster Blick auf die angebliche “Bestie” – die Harbour Bridge
  • 15 km: Sie ist besiegt! ohne Probleme, mit grandiosem Blick auf den Hafen von Auckland und mit wehender NZ-Fahne an der Spitze – das werde ich wohl mein ganzes Leben lang nicht vergessen
  • 15,1 km: jetzt gehts mal bergab – Motivation und Tempo steigen (mit “Club Can’t Handle Me”, “Don’t Stop The Music” und “Release Me”)
  • 16,5 km: Gummibärchen als Stärkung an der Support Station (*mampf*) – das Tempo bleibt hoch
  • 17 km und 1:25: das könnte doch noch eine neue Bestzeit werden
  • 18 km: jetzt kommen wie von selbst meine Lauf-Lieblinge (“Square Rooms” von Al Corey oder “Luftbahn” von Deichkind) – 1:30
  • 19 km: Kilometerzeit weiterhin bei 5 Minuten, die bisherigen Bestzeit fällt
  • 20 km: genau 1:40 – jetzt denke ich nur mehr an die letzten Meter (die ganz schön lange sein können)
  • 20,7 km: Talk Talk (“It’s My Life”) geben den letzten Kick und tragen mich durchs Ziel
  • 21,08 km: Kay und Linda schießen Fotos von mir (ich bekomme natürlich nichts mit – Thanks!)
  • 21,098 km in 1:45,03: ich bin sehr zufrieden – und bekomme KEINE Medaille
  • 24 km: nur unter Schmerzen werde ich die Brustwarzenpflaster wieder los –  das ist österreichische Qualität (Schlecker)!

Einen interessanten Artikel zum Marathon gibt es im heutigen NZ Herald: weil die nationale Verkehrsgesellschaft nur 10.000 Läufer für die Harbour Bridge zulässt ist der Berwerb schon immer recht früh ausverkauft. Einige haben ihre Anmeldung daraufhin auf dem neuseeländischen ebay ums Doppelte weiterverkauft.

Die Organisation ist übrigens mit der in Österreich zu vergleichen, recht professionell. Über die anschließende “Party” reden wir aber lieber nicht, die Kiwis haben Feiern eben nicht erfunden…

Ein Abenteuer über 21 Kilometer

Posted: October 17, 2010 in Marathon
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Lange habe ich darüber nachgedacht, wie ich den bevorstehenden adidas Auckland Marathon in einen Blog-Eintrag verpacken kann. Jetzt habe ich das sogenannte “Event Information Sheet” bekommen und nach dem Durchlesen war mir klar: das wird kein normaler Laufwettbewerb, das wird ein Abenteuer.

Noch kann ich nur Vermutungen anstellen, jedenfalls dürfte dieser Bewerb deutlich anders ablaufen als gewohnte Laufevents in Österreich. So weiß ich jetzt etwa, warum der Wettbewerb bereits um 7:00 Uhr (der Marathon sogar um 6:10 Uhr) startet: die Straßen sind nicht gesperrt, der Verkehr rollt wie normal. Das dürfte wohl der größte Spaß an werden. Auch sonst sieht die Organisation nicht so professionell wie bei österreichischen Laufveranstaltungen aus.

Marathon Training

Der frühe Start bringt auch seine organisatorischen Herausforderungen mit sich: mit den Öffis ist eine rechtzeitige Anreise nicht möglich, Taxis sind für meine Entfernung etxrem teuer und außerdem ist der Start auf der anderen Seite des Hafens. Also entweder über die lange Harbour Bridge (die auch Teil der Laufstrecke ist) oder mit der Fähre. Ich hab deshalb ein Zimmer in der Stadt gebucht, von dem aus ich die Station der Fähre mühelos zu Fuß erreichen kann. Ist zwar nicht die billigste Variante, aber ich möchte ausgeschlafen und ohne Hektik an den Start gehen.

Ein anderes Problem: ich habe leider noch immer kein brauchbares Pflaster (für meine Brustwarzen) gefunden, das sich nicht bereits nach einer Stunde wieder verflüchtigt. Jetzt kann ich nur mehr auf die rechtzeitige Lieferung des (wettkampfgeprüften) Österreich-Importes hoffen.

Zum Sportlichen: ich laufe nicht den Marathon (mehr als 42 km) sondern nur den Halbmarathon. Mein Ziel für Auckland ist, meine aktuelle persönliche Bestzeit zu unterbieten (diese liegt nach dem Graz Marathon 2008 bei 1:48:30) und mir eine kräftige Portion Motivation für das nächste Lauf-Jahr zu holen. Das Training läuft soweit gut, es lässt sich deutlich besser einteilen als mit Job UND Studium in Österreich. Zwei Erkältungen im Juli und September haben allerdings Pausen notwendig gemacht. Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich, da ich im gesamten Jahr sehr konstant und regelmäßig gelaufen bin und jetzt in der Schlussphase vor allem die Dauer der Läufe ohne Probleme verlängern konnte (über 2 Stunden sind kein Problem). Dann heißt es jetzt nur mehr fleißg weiter trainieren und Danke fürs Daumendrücken in zwei Wochen…

What smell?

Posted: October 11, 2010 in Marathon, NZ, Trips
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Es riecht, nein eigentlich stinkt es – und das gar nicht wenig. Das ist Rotorua (Maori: Te Rotorua-nui-a-Kahumatamomoe), trotzdem einer der größten Touristenmagneten in Neuseeland. Der Schwefel-Gestank kommt von der noch immer äußerst aktiven Erde. So werden die meisten Häuser in Rotorua durch Erdwärme beheizt, Motels bieten Hot-Water-Pools und Geysire gehören zum alltäglichen Leben. Was für Touristen sehr gewöhnungsbedürftig ist, gehört für die Einheimischen einfach dazu: auf die Frage nach dem “Geruch” antwortet ein Mann aus Rotorua mit “What smell?”.

Unser erster Trip führte uns ins Waimangu Volcanic Valley, wo die Erde noch immer raucht, heißer Dampf aus dem Felsen kommt, die Sicht versperrt und das Wasser in den Flüssen teilweise sogar kocht. Erst 1886 wurde dieses Tal durch den Ausbruch des Vulkans Mt. Tarawera geformt.

Waimangu Volcanic Valley

Nach einer einstündigen Fahrt auf einer Schotterstraße haben wir am dritten Tag einen privaten Maori-Ort erreicht, zu dem der Zutritt nur mit Erlaubnis möglich ist. Allerdings gibt es dort auch etwas besonderes sehen: die Tarawera Wasserfälle. Die 35 Meter hohen Wasserfälle entstehen aus einem unterirdischen Fluss, kommen also direkt aus dem Fels.

Ein tolles Schauspiel, das am besten von einem der Felsen direkt davor bestaunt werden kann. Und genau hier beginnt das Problem: die Felsen sind nass und rutschig. Den Aufstieg haben wir gut hinbekommen, nur den Abstiegen haben leider weder ich (siehe Foto) noch meine Kamera (*heul*) heil überlebt – beide haben Kratzer nach einem Sturz abbekommen.

Cuts

Meine Abschürfungen werden wohl schnell verheilen (machen zum Glück auch keine Problem beim Laufen für den bevorstehenden Auckland Halbmarathon am 31. Oktober), die Spuren an der Kamera werden mich aber wohl für immer an diesen Ort erinnern.

Noch cooler als die Wasserfälle ist allerdings der Tarawera River selbst: glasklar schlängelt er sich durch die unberührte Natur. Mehr Fotos wie diese sind in der “Views of … New Zealand”-Galerie zu finden.

Tarawera River

Es war ein äußert entspanntes Wochenende (Sightseeing, Ausflüge, Polynesian Spa, etc.) – leider das Ende der Ferien, jetzt geht die Uni noch einmal los…

Die Motivation am Höchststand, das Wetter ist perfekt und die Zeit lässt das regelmäßige Training zu. Der seit Monaten ausgebuchte adidas Auckland Marathon kann kommen (Danke an Esther, Käspi und Josi für die rechtzeitige Anmeldung)!

Bis zum wirklichen Wettkampftag am 31. Oktober 2010 sind es aber noch ganze 77 Tage Zeit – und in der Zeit wird sich hoffentlich meine läuferische Form weiter verbessern.

Die Strecke des Halbmarathons geht übrigens den größten Teil in North Shore, nur die letzten fünf Kilometer und das Ziel sind in Auckland City selbst. Als große Herausforderung (so ist es zu lesen) wartet bei Kilometer 15 die einen Kilometer lange Auckland Harbour Bridge (siehe Foto, gestern bei schlechtesten Wetterbedingungen vom Sky Tower geschossen) mit ihrem langezogenen Anstieg. Das wird sicherlich ohne Probleme zu bewältigen sein, dafür sorgen schon die Trainingseinheiten auf den vielen erloschen Vulkanhügeln in ganz Auckland.

Lange Reder, kurzer Sinn: ich freu mich schon auf den Marathon und das Training “läuft” supi…

Auckland Harbour Bridge